Japanische Kultur: Das farbenfrohe Puppen-Festival

Wissen Sie, was vergangenen Freitag in Japan gefeiert wurde? Das „Puppen-Festival“ – besser bekannt unter den Namen hina-matsuri. Es ist ein ganz besonderer Tag in Japan. Die Familien feiern die Gesundheit und das zukünftige Glück ihrer Töchter in ausgefallener und farbenfroher Weise. Aber auch die Gemeinden zelebrieren das Ereignis auf ihre eigene individuelle Art. Die Tradition reicht zurück bis in die Heian-Zeit der japanischen Geschichte.

Wie am vergangenen Freitag feiern die Familien in Japan jedes Jahr hina-matsurio („Puppen-Festival“), um ihren Töchtern Gesundheit und zukünftiges Glück zu wünschen. Jede Familie stellt verschiedene chinesische Puppen in farbenprächtigen Kimonos aus. In der Regel beginnen sie mit der Ausstellung bereits im Februar. Die Puppen werden allerdings direkt nach den Feierlichkeiten wieder entfernt. Es hält sich der Aberglaube, dass bei längerer Zurschaustellung die Töchter erst spät heiraten würden.

hina-matsuri ausgestellt in der Yasuda Residence, Tokio.

Darüber hinaus wird gemeinsam mit der ganzen Familie leckeres Essen wie etwa hina-arare – mit Zucker überzogene Reiswaffeln – verzehrt. Ebenfalls wird shirozake, ein Sake aus fermentiertem Reis, ausgeschenkt. Da zu dieser Zeit im Jahr die Pfirsichblüten blühen, ist das Festival auch unter den Namen „Pfirsich-Festival“ bekannt. Viele Puppen werden mit diesen Blüten dekoriert.

Mit Zucker überzogene Reiswaffeln bekannt als hina-arare.

Das Fest wird nicht nur innerhalb der Familien, sondern auch in den Gemeinden auf besondere Art und Weise gefeiert. Es wird erzählt, dass hina-matsuri ursprünglich auf den alten Brauch nagashi-bin zurückgeht. Dem Brauch nach wird das Unglück auf den Rücken einer Papierpuppe gelegt und den Fluss hinuntergeschickt. Weil zur Zeit des Festivals der Winter in den Frühling übergeht, können die Puppen flussabwärts treiben. Mittels der Zeremonie hoffen die Menschen, Krankheiten von sich fernzuhalten und lange gesund zu bleiben.

nagashi-bina: Das Unglück auf den Rücken von Papierpuppen legen und den Fluss hinunterschicken.

Credits:

  • Titelbild: Quelle: Wikipedia Nutzer „Rodtico21“ (CC BY-SA 2.0).
  • Bildunterschrift: hina-matsuri ausgestellt in der Yasuda Residence, Tokio. Quelle: Wikipedia-Nutzer „Chris 73“ (CC BY-SA 3.0).
  • Bildunterschrift: Mit Zucker überzogene Reiswaffeln bekannt als hina-arare. Quelle: Wikipedia User „katorisi“ (CC BY-SA 3.0).
  • Bildbeschreibung: nagashi-bina: Das Unglück auf den Rücken von Papierpuppen legen und den Fluss hinunterschicken. Quelle: Wikipedia-Nutzer „Ozizo“ (CC0 1.0).

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